Unser heutiges Fundstück – Emma Coats, ehemals Pixar, und ihre Kernaussagen zu Storytelling

Pixar ist klar positioniert – sie verzücken Groß & Klein mit weltweit erfolgreichen Animationsfilmen. Storytelling sollte daher Teil der DNA der Machern von Pixar sein. Dachte sich auch FleishmanHillard und interviewte Emma Coats. Kurz & knapp, auf was es heute ankommt, um Menschen zu erreichen.

Das nennt man, glaube ich, Markenliebe

Instagram_Star WarsViel ist dort bislang nicht zu sehen. Ein Modell eines Sternenzerstörers für „Star Wars Episode IV: A New Hope“ aus dem Jahr 1977, eine „Behind the Scenes“-Aufnahme des Kampfes zwischen Darth Vader und Luke Skywalker und ein Vader-„Selfie“.3 Bilder – aber schon 69.837 Follower. In den kommenden Monaten und Jahren darf man hier wohl zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen des neuen Films und Archivaufnahmen erwarten, denn „Star Wars: Episode VII“ soll 2015 in die Kinos kommen. Disney fängt schon jetzt an, dafür zu trommeln. Clever gemacht….

Digitales Storytelling am Beispiel Coca Cola „Journey“ – ein Marketing-Model professionalisiert sich

Screen_Coca_20130909Coca-Cola, McDonald‘s, Helvetia: All diese Marken schaffen sich eigene Plattformen für ihre Botschaften und verzichten auf Journalisten als Vermittler. Der Vorteil liegt auf der Hand: Diese Unternehmen sprechen ihre Zielgruppen direkt mit Geschichten über das Web an.

Nachdem bereits Coca-Cola mit „Journey“ und McDonald’s Kanada auf der Website „Our Food. Your Questions“ digitales Storytelling mit journalistischen Mitteln betreiben, folgt nun das Schweizer Versicherungsunternehmen Helvetia mit einem eigenem Unternehmensblog. Allen haben eins gemeinsam: es ist der Einstieg über Themen und Geschichten, die sich um das Produkt bzw. die Dienstleistung ranken. Auf den ersten flüchtigen Blick sind diese Unternehmensseiten kaum von unabhängigen Online-Magazinen zu unterscheiden – weder im Layout noch in der redaktionellen Aufbereitung.

Das nicht mehr neue Content-Marketing-Model Storytelling professionalisiert sich. Markenunternehmen erkennen mehr und mehr, dass qualitativ hochwertiger Journalismus – ob klassisch auf Papier oder auf einem digitalen Endgerät – vor allem aus zwei Zutaten besteht: einer guten Geschichte und Tiefgang“, so WDR Redakteur und Springer-Autor Simon Sturm in seinem Buch „Digitales Storytelling – Es zählt die gute Story“. Die Rezeptur ist so genial wie einfach: die Unternehmenskommunikation übernimmt journalistische Arbeitsweisen, die aus einem Marketing-Kommunikationsziel eine gute digitale Geschichte formen.

Zutaten für gelungenes Storytelling sind nach Sturm:
• Originalität
• Relevanz
• Dramaturgie und Emotionalität
• Informationstiefe und Nutzerführung
• Interaktivität und Nutzwert
• Crossmedialität

Digitales Storytelling ermöglicht nicht bloß eine ganze Palette neuer, innovativer Darstellungsformen, sondern bietet auch die Chance, die Qualität im Journalismus nachhaltig zu verbessern. Natürlich auch für Unternehmenswebsites, wie die oben genannten Beispiele zeigen.

Das Branchenmagazin HORIZONT titulierte „Content is King“ zum Launch im April diesen Jahres. Nach den USA geht Coca-Cola nun auch in Deutschland mit dem Online-Magazin „Journey“ an den Start. Die Seite ersetzt die bisherige Corporate Website des Brauseherstellers – und macht Coca-Cola ganz neben bei zum Anbieter von redaktionellem Content, abseits vom eigentlichen Kerngeschäft des Unternehmens. Denn auf „Journey“ finden sich neben klassischen Unternehmensangaben vor allem Meinungsbeiträge, Blogs oder Features. Das Online-Magazin ist unterteilt in die Rubriken Unternehmen, Marken, Gesellschaft, Entertainment, Happiness und Mythos. Zu den Inhalten gehören nach Angaben von Coca-Cola Meinungsbeiträge von unabhängigen Experten. Ein wiederkehrendes Element soll das „Blogoskop“ sein, eine Serie, bei der sich alles um Blogs aus den Themenfeldern Lifestyle, Sport und digitale Entwicklungen dreht. Die Rubriken sind jeweils mit Teilfunktionen versehen, um eine Anbindung ans Social Web zu kreieren. Content is King in diesem Konzept – Unternehmensinfos wie Karrieremöglichkeiten oder der Newsroom für Journalisten rücken da fast in den Hintergrund.

„Die Inhalte von ‚Journey‘ sind unterhaltsam, informativ und diskutierbar“, sagt Patrick Kammerer, Director Public Affairs and Communications bei Coca-Cola Deutschland. „Wir möchten die Nutzer inspirieren, mit uns und untereinander zu diskutieren und die Themen in den sozialen Medien zu teilen.“ Damit schafft Coca-Cola einen weiteren Anknüpfungspunkt für Fans der Marke: „Journey“ bietet Kunden einen Mehrwert über die Getränkepalette hinaus und regt überdies zur kontinuierlichen Auseinandersetzung an. Ein ähnliches Konzept verfolgte das Unternehmen bereits mit seiner Musikoffensive zum Olympia-Jahr 2012: Mit einem eigens komponierten Song zu den Olympischen Spielen und zahlreichen interaktiven Features sorgte Coca-Cola für Awareness – abseits von prickelnder Brause. In den USA startete Coca-Cola „Journey“ bereits im vergangenen November. Die damals für die Umsetzung zuständige Agentur Perfect Sense Digital gestaltet auch die deutsche Seite. Weitere Länder sollen folgen. Den Content produziere man mit einem gemischten Team aus Mitarbeitern der Kommunikationsabteilung sowie eigens engagierten Freelancern, wie Coca-Cola auf Nachfrage erklärt. Ein externer Dienstleister sei nicht involviert.

5 Learnings aus dem Superbowl 2013

Der Superbowl ist rum, Baltimore hat die begehrteste Sporttrophäe der USA erspielt, der Hype um die diesjährigen Werbespots gelaufen. Alles zurück auf Null? Nein, nicht ganz. Nur die wenigsten Unternehmen können es sich leisten, Spots bei der Übertragung zu schalten. Für 30 sec muss man knapp 4 Millionen Dollar budgetieren. Aber das schöne an dem medialen Hype des Superbowls ist, dass alle etwas lernen können. Nämlich wie sie ihre Botschaften in 30 sec verpacken und trotz der Kürze eine gewinnende, verlockende Geschichte erzählen können. Schön zusammengefasst hier fünf Learnings frisch aus den USA: 1. Have a Call to Action: Budweiser’s „Brotherhood“. 2. Be Different: Dodge Ram’s „Farmer“. 3. Highlight Your Unique Selling Proposition: Best Buy’s „Asking Amy“. 3. Take Advantage of Every Opportunity: Oreo’s Blackout Tweets. 4. Use Timely Messaging: Tide’s „Montana Stain“. Hier kann man Spots und Learnings nochmal schön zusammen durchgehen – sehr sehenswert.

Markendesign für Millenials – da wird sich etwas ändern…

Millennials (zu deutsch etwa: die Jahrtausender) werden diejenige genannt, deren Mitglieder um das Jahr 2000 herum zu den Teenagern zählten. Je nach Quelle werden die Millennials auch als Generation Y, Gen Y oder Digital Natives bezeichnet. Sie gelten damit als Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X. Und sind eine sehr interessante Zielgruppe. Interessant nicht nur, weil sie mit Social Media aufwuchsen. Sondern auch, wie kürzlich Chevrolet mit dem Launch des neuen „Sonics“ eindrucksvoll unterstrich, weil sie aufgrund ihrer Einstellungen, Werte und Kommunikationsverhalten eine andere Ansprache von den Markenunternehmen erfordern.

Hier nur ein paar kernige Aussagen zu den Millennials, mit denen die Marketingverantwortlichen von Chevrolet die Ausrichtung, Konzeption und Sprache ihrer neuen Kampagne begründen:
„Wenn Millennials ihre Eltern schätzen, dann kommst Du mit Rebellion nicht weit…“ Weiterlesen

Mitarbeiter als Markenbotschafter – Storytelling 2.0

Mitarbeiter können auf Social-Media-Kanälen zu wertvollen Markenbotschaftern werden, indem sie Success-Storys erzählen. Lebhafte Geschichten vermitteln mehr als nur Inhalt, sie senden Botschaften und Emotionen die im Kopf bleiben und das Image des Unternehmens prägen – auch als attraktiver Arbeitgeber. Das Best Practice zeigt, wie die Krones AG auf verschiedensten Plattformen mit Hilfe der Mitarbeiter aktiv ist. Lesen, verstehen – anwenden!

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Fundstück der Woche

Noch zwei Tage bis Olympia, die Fachwelt diskutiert schon über die Kreativität der Werbung aller Olympia-Sponsoren und Ad Weeks hat gerade den Gewinner gekürt – den Spot für die Paralympics. Warum? Weil dieser Spot Storytelling zelebriert. Endlich mal wieder Gänsehaut – toll! Hier gehts zum Video