Prof. Mattmüller: Letztendlich „machen“ Menschen Marken

GESICHTER & GESCHICHTEN mit Prof. Dr. Roland Mattmüller, Inhaber des Lehrstuhls für Strategisches Marketing an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, EBS Business School, und seit 1996 Leiter des IMMF (Institut für Marketing-Management und Forschung e.V.). Als akademischer Direktor begleitet er das Programm der MARKENAKADEMIE wissenschaftlich und didaktisch.
Wann und in welcher Situation entdeckten Sie Ihre Liebe zur Marke? 
Die Marke meiner Kindheit war Kettcar und damit kam ich also schon relativ früh mit einer für mich im wahrsten Sinne des Wortes „bewegenden“ Marke in Kontakt. Im Übrigen war es natürlich wichtig, dass es der echte Kettcar war, den ich geschenkt bekam und nicht irgendein „me-too“ (man vertraut ja sein Leben als Fahrer nicht irgendeinem Fahrzeug an!)
Warum, glauben Sie, hält diese Faszination schon Ihr Berufsleben lang an?
Weil Marken spannend sind, Orientierung geben und außerdem bieten starke Marken auch immer starke und interessante Stories. Auch und gerade über die Menschen, die hinter den bzw. für die Marken stehen .
Welche besonderen Eigenschaften muss man mitbringen, um Marken erfolgreich zu managen? Hand aufs Herz, bitte keine Allgemeinplätze!
Marken selbst kann man eigentlich nur schwer managen. Letztendlich geht es immer um die Menschen, die eine Marke „machen“. Die kann man führen und begeistern, wobei wichtig ist, dass die Verantwortlichen für eine Marke natürlich auch hinter dieser Marke stehen (klingt vielleicht banal, ist aber bei weitem nicht immer der Fall). Und dann gibt es natürlich noch die Menschen, die die Marken kaufen – die kann man noch weniger managen, aber dafür umso mehr für eine Marke begeistern.
Hatten oder haben Sie einen Mentor? Wenn ja – teilen Sie ihn uns mit? 
Beruflich war mein Mentor mein akademischer Lehrer, Prof. Paul W. Meyer. Er hat mich und meine damaligen Kollegen an seinem Lehrstuhl gelehrt, wie wichtig es ist, frühzeitig Verantwortung übertragen zu bekommen und mit dieser Verantwortung auch umgehen zu lernen.
Würden Sie Youngstern empfehlen, Mentoren zu suchen?
Ich glaube, Mentoren kann man nicht aktiv suchen, Mentoren „ergeben sich“.
Welche ist die wertvollste Lebensweisheit, die Sie Youngstern mit auf ihren Berufslebensweg geben?
„Auch die bewusste Nicht-Veränderung ist eine unternehmerische Aktivität. Veränderung um der Veränderung willen ist oftmals nur Aktionismus“.
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