Christian Köhler: Hören Sie nie auf, sich weiterzuentwickeln!

GESICHTER & GESCHICHTEN mit Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes:
Der Herr der Marken – Christian Köhler ist seit Januar 2010 Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes in Berlin. Mit Köhler steht ein ausgewiesener Markenexperte und Mann der Praxis an der Spitze des Markenverbandes. Zu seinen beruflichen Stationen zählen unter anderem Tchibo, Bakemark Deutschland, Kraft Foods und Effem. Er hat daneben mehrere Lehraufträge für Markenführung und Management. Hier seine Antworten auf unsere Fragen:

Wann und in welcher Situation entdeckten Sie Ihre Liebe zur Marke?

Als Kind des Ruhrgebiets begann meine Markenliebe bereits mit der Liebe zum ersten Fußballclub. Denn Fußball ist fast so etwas wie Religion und der Lieblingsfußballverein entwickelt dieselbe Emotionalität und Bindung zu seinen Fans, die starke Marken auszeichnet.

Warum glauben Sie, hält diese Faszination schon Ihr gesamtes Berufsleben lang an?

Da ich schon sehr früh in meinem Berufsleben eigenverantwortlich Marken führen durfte, habe ich selbst erlebt, welche Fürsorge und Vorsorge, welche Klarheit und Konsequenz Markenführung erfordert. Marken erfolgreich zu machen und – was manchmal noch schwieriger ist – auf Erfolgskurs zu halten, ist eine faszinierende Aufgabe an sich, die neben harter Arbeit viel Freude bringt.

Welches ist Ihr ganz persönlich schönstes Erlebnis rund um Marke?

Die schönsten Erlebnisse sind immer, wenn es mir gelungen ist, im Rahmen von Vorlesungen und Seminaren andere mit meiner Begeisterung für Marken anzustecken und später dann den Erfolg dieser Studenten im weiteren Berufsleben zu sehen.

Welche besonderen Eigenschaften muss man mitbringen, um Marken erfolgreich zu managen? Hand aufs Herz, bitte keine Allgemeinplätze!

Die beiden wesentlichen Eigenschaften sind, sich in die Zielgruppen und die Marken hineinzuversetzen und sich darüber hinaus mit dem Erreichten nie zufrieden zu geben.

Hatten Sie oder haben Sie einen Mentor? Wenn ja – teilen Sie ihn uns mit?

Ich hatte in meinem Berufsleben viele Förderer, von denen ich fachlich aber auch persönlich die unterschiedlichsten Dinge „mitnehmen“ durfte.

Würden Sie Youngstern empfehlen, Mentoren zu suchen?

Jeder Mensch, nicht nur Youngster, sollte versuchen, möglichst viel von anderen Menschen zu profitieren – dazu gehört auch das Nutzen von Mentoren.

Welches ist die wertvollste Lebensweisheit, die Sie Youngstern mit auf Ihren Berufslebensweg geben?

Nie aufzuhören, sich selbst weiter zu entwickeln. Oder, wie mir ein italienischer Grappa-Brenner mal als sein Lebensmotto verraten hat: “ Oggi sono bravo, ma domani volio essere ancora piu bravo“, („Heute bin ich gut, aber morgen will ich besser sein.“).

Welches Marken-Fachbuch liegt bei Ihnen gerade auf dem Nachttisch?

Aufgrund der Nachttischgröße eigentlich keines. (Die beiden letzten, die ich zur Hand hatte, folgen unten)

Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte – Instrumente – Praxisbeispiele von Heribert Meffert, Christoph Burmann und Manfred Kirchgeorg

Commodity Marketing: Grundlagen – Besonderheiten – Erfahrungen von Christos G. Aneziris, Thomas Bender, Peter Billen und Stefan Bingemer

Und welches Fachbuch und / oder wissenschaftlicher Beitrag hat Ihre Meinung in den letzten Jahren am meisten geprägt?

Die gesamte Forschung zum limbischen System, also der Art und Weise, wie und wo bei uns Menschen im Gehirn Informationen verarbeitet werden.

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